Kanalinspektion mit Hindernissen - Waschbär im Regenwasserrohr

Im April 2021 wurden in der Gemeinde Eickum durch die Nyenhuis Umweltservice GmbH Kanalinspektionen durchgeführt. Beim Öffnen des Schachtes war noch alles wie immer, aber kurz nach dem von unseren Mitarbeitern die TV-Kamera eingeführt wurde, erschienen auf dem Bildschirm der Kamera zwei erschrockene Augen. Unsere Mitarbeiter konnten es kaum glauben, im Regenrohr saß ein verängstigter Waschbär fest.  


Was tun? Die Feuerwehr wurde zu Hilfe gerufen, um das kleine Tierchen aus seiner misslichen Lange zu befreien. Es war rasches Handeln angesagt, der Jagdpächter hat uns informiert, dass das Tier evtl. Jungtiere zu versorgen hat, da gerade die Wurfzeit begonnen habe. 


Leider war der Kescher, welcher für das Einfangen von Wildtieren verwendet wird, zu breit für den Regenwasserschacht; eine Schlinge um den Hals kam auf Grund des bereits gestressten Tieres auch nicht in Betracht, also wie sollte man das Tier befreien? 


Die Feuerwehr stellte dem Waschbären erst eine Leiter in den Schacht, jedoch wurde dies vom Waschbären ignoriert. Also „Wasser Marsch“, durch eine Klappe wurde Wasser in das Rohr gekippt und von der anderen Seite ein Tragetuch gespannt, in das der Waschbär dann hineingeplumpst ist, und dann konnte das Tragetuch samt dem kleinen Räuber herausgehoben werden. Auf diese Weise musste das Wildtier sogar nicht mal angefasst werden. 


Mit Ausnahme eines nassen Felles war der Waschbär wohlauf und verschwand im nächsten Garten. Nach der ganzen pelzigen Aufregung konnten dann unsere Kanalinspektionen wie geplant durchgeführt werden und unsere Mitarbeiten freuten sich noch tagelang über den gelungen pelzigen Einsatz.
 

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